Geschichte

der Volksbank Göttingen


Blick aus der heutigen Theaterstraße (früher Kuperstraße) über die Weender Straße in die Prinzenstraße. Im Vordergrund rechts "Krisches Keller".

Dort wurde 1896 die Idee für unsere Genossenschaftsbank geboren.

Die Volksbank Göttingen war eine Genossenschaftsbank, die Ende des 19. Jahrhunderts als Selbsthilfe-Organisation von einer überschaubaren Gruppe Göttinger Handwerker gegründet wurde. Bis heute ist die Förderung der Mitglieder das oberste Unternehmens-Ziel des erfolgreichen, regionalen Bankhauses.

Wie die Volksbank Göttingen entstanden ist

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte in Deutschland ein wirtschaftlicher und politischer Umbruch ein, der die sozio-ökonomischen Verhältnisse Deutschlands innerhalb weniger Jahrzehnte in bis dahin nicht gekanntem Ausmaß veränderte. Mit der Einführung der Gewerbefreiheit und der Bauernbefreiung im Zuge der Stein-Hardenbergschen Reformen wurden erstmals liberale Gedanken in praktische Politik umgesetzt. An die Stelle von Zünften und staatlicher Reglementierung trat eine einzelwirtschaftliche Verfassung, die die freie Konkurrenz ermöglichte.

Gleichzeitig führten Erfindungen wie die der Dampfmaschine und der Bau neuer Verkehrswege - etwa für Eisenbahnen - zu völlig neuen Produktionstechniken. Das Zeitalter der Massenproduktion begann. Den kleinen selbstständigen Betrieben in Handwerk und Gewerbe fehlte oft das notwendige Kapital für die Anschaffung der neuen Technik und die etablierten Banken stellten diesen Betrieben Kredite nur in geringem Umfang und zu sehr hohen Zinssätzen zur Verfügung.

Um dennoch mit dem Fortschritt mitzuhalten, schlossen sich seit ca. 1850 überall in Deutschland kleine, selbstständige Betriebe in Stadt und Land nach dem Vorbild von Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen zu Genossenschaften zusammen. Grundlage dieser Genossenschaften waren die Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Die Zahl der Genossenschaften wuchs rapide. Sie entwickelten sich zu konkurrenzfähigen freien Wirtschaftsunternehmen, die die ökonomischen Interessen ihrer Mitglieder förderten.

Auch in Göttingen setzten sich Handwerker und Kaufleute zusammen, um über die Gründung einer eigenen Genossenschaftsbank zu beraten. Sie trafen sich in der zweiten Jahreshälfte 1896 regelmäßig in der Gaststätte "Krisches Keller". Die Volksbank Göttingen nahm ihren Geschäftsbetrieb dann im Jahr 1897 auf. Zu Beginn hieß sie "Göttinger Spar-und Darlehenskasse e.G.m.b.H." und startete mit nur 103 Mitgliedern.

In diesem Jahr fusionierte die Volksbank Göttingen mit der Kasseler Bank. Am 12. Oktober 2017 wurde die neu entstandene Volksbank Kassel Göttingen eG ins Genossenschaftsregister Kassel eingetragen. Das nee Bankhaus ist ein modernes, zukunftsorientiertes Bankhaus, das mit Erfahrung, Kompetenz und Qualität seinen fast 58.000 Teilhabern und über 139.000 Kunden zur Seite steht. Darüber hinaus versteht sich das Bankhaus als der zuverlässige Partner der regionalen Wirtschaft - auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.